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Polish-German Film Project 2012

Begegnung März 2011

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Pressestimmen

Begegnung in Polen im März 2011

Die Gründung unseres Vereins lag noch keine zwei Monate zurück, da starteten wir bereits unsere erste große Aktion: In Zusammenarbeit mit der Union Europäischer Föderalisten (UEF) und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk arbeiteten wir ein Programm für eine erste Deutsch-Polnische Begegnung aus, bei welcher wir uns mit Volk und Land vertraut machten und darüber hinaus einiges über die polnische Filmbranche lernten.

Unsere Anreise dauerte mit dem Auto von Villingen-Schwenningen aus nur knapp 14 Stunden, dann kamen wir in Lodz an und wurden leicht übernächtigt herzlich von unserem Kontakt Jan Makrocki, dem Generalsekretär der UEF in Polen empfangen. Noch am selben Tag lernten wir unsere Gesprächspartner für die nächsten zwei Wochen kennen. Schülerinnen und Schüler von zwei Gymnasien mit verschiedenen Fachrichtungen. Die unterschiedlichen Interessen haben uns verschiedene Blickwinkel auf unsere Thematik aufgezeigt.

TeilnehmerTeilnehmerTeilnehmer

Ein großes Thema während unseres Aufenthaltes waren Workshops zur Erarbeitung einer filmischen Idee: Basierend auf unseren bisherigen Erfahrungen mit der sehr zeitaufwendigen Drehbuchphase eines jeden Filmprojektes konnten wir den Schülerinnen und Schülern vor allem einen Aspekt vermitteln: Filme machen benötigt unendlich viel Zeit. Neben dieser Erkenntnis haben wir auch anhand aktueller Filmbeispiele die Funktionsweise von filmischen Charakteren erklärt, und ganz allgemein verschiedene Genres durchgesprochen.
Das wichtigste dabei ist, dass wir, obgleich wir die pädagogische Führung in diesen Workshops innehatten, selbst unheimlich viel gelernt haben. So haben wir ein noch besseres Verständnis für fiktive Charaktere gewonnen. Learning by doing.

Die Programmentscheidungen haben wir schnell und bereitwillig unseren Gastgebern überlassen, die uns quer durch Lodz führten, uns Orte zeigten, die ein Tourist niemals sehen würde, und uns zu sich nach Hause zum Abendessen eingeladen haben. Die polnische Gastfreundschaft ist etwas, das wir sehr schätzen gelernt haben.

So auch die polnische Spontanität: Bei verschiedenen Gesprächen, die wir führten, so beispielsweise an der Lodzer Universität mit einer netten Professorin, die uns über die historische Ausgangsituation von Lodz aufgeklärt hat, wurden wir spontan zu weiteren Erkundungen in der Stadt eingeladen. Oder bei einer anderen Gelegenheit, als wir ein hochinteressantes Gespräch mit Vertretern des Lodzer Jugendstadtrates führten, wurden wir spontan an die lokale Musikhochschule eingeladen.

Neben Lodz haben wir auch Krakau und Warschau besichtigt, dabei stets von den Schülerinnen und Schülern begleitet. Krakau ist eine wunderbare Stadt, die zahllose Touristen anlockt. Dort war ein weiterer Programmpunkt, einen Mitarbeiter des Instituts für Germanistik zu treffen: Herrn Dr. Gass, gebürtiger Österreicher, der uns einen zweifelsfrei einzigartigen Blickwinkel auf das deutsch-polnische Verhältnis eröffnen konnte.

Warschau dagegen war eine andere Erfahrung: Eine große, wirtschaftlich sehr erfolgreiche Stadt, die mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern ihren Platz unter den Großen Europas und der Welt einfordert. Das Museum des Warschauer Aufstandes belehrte uns über die Bedeutung der Geschichte in Polen, der Besuch an der Warschauer Universität, wo wir recht spontan mit 150 Studentinnen und Studenten diskutierten, zeigte uns andererseits, dass die Geschichte vorbei ist und wir alle zusammen in eine strahlende Zukunft in einem vereinten Europa blicken.

Der Abschied von Polen fiel uns schwer. Wir hatten sehr viel Spaß, haben beeindruckende Menschen getroffen und so viel auf einmal gelernt und erlebt, dass wir erst Tage nach unserer Rückkehr alles recht begreifen konnten, was auf uns eingeströmt ist. Der Kontakt mit unseren Gastgebern besteht weiterhin, wir schreiben uns regelmäßig. Das Wichtigste jedoch ist, dass einige der Schüler willens sind, sich an unseren Projekten zu beteiligen.

Regelmäßig konferieren wir seither und arbeiten so an unseren großen Plänen. Entfernung und Grenzen spielen in einem vereinten, jungen und freien Europa keine Rolle mehr.