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Polish-German Film Project 2012

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Begegnung März 2011

Pressestimmen

Polish-German Film Project 2012

Im November 2012 fand nach längerer Planung unser erstes deutsch-polnisches Filmprojekt statt — in Villingen-Schwenningen. Das Ziel war es, dass Schüler aus Polen und Deutschland gemeinsam filmische Ideen erarbeiten und umsetzen.

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Am Sonntag trafen die polnischen auf die deutschen Teilnehmer und das Programm begann. Nach einem lustigen und informativen Kennenlernspiel formierten sich bald die vier Gruppen mit je drei deutschen und fünf polnischen Teilnehmern. Der erste Schritt: Ideen finden und Drehbücher schreiben. In einem kurzen Vortrag präsentierte Vorstandsmitglied Frank Kayan, worauf es beim Schreiben eines Kurzfilmdrehbuchs ankommt.
Einige entwickelte Ideen waren schnell filmreif, andere bedurften noch etwas mehr Arbeit. Nach intensiven Diskussionen standen am Ende des Tages die fast schon drehreifen Drehbücher: Eine Geister-Geschichte, ein tragischer Liebesfilm, ein lustiger Entführungsfilm und ein Film, der sich um das Thema „Lügen“ dreht, wurden entwickelt — eine bunte Mischung an Ideen, Genres und Herausforderungen für die jungen Filmemacher.

Der Montag stand dann ganz im Zeichen der Gastgeberstadt Villingen-Schwenningen. Zunächst lernten die Teilnehmer bei einer Stadtführung die Villinger Altstadt kennen. Am Nachmittag ermöglichten die Blueboxx-Kinos in Villingen einen Blick hinter die Kulissen und damit in den Vorführraum eines modernen Kinos. Christoph Brach gab ausführlich Auskunft über seine Arbeit als Filmvorführer.
Die Schüler hätten indes gerne schon mit den Dreharbeiten an ihren Filmen begonnen, allerdings standen zu diesem Zeitpunkt noch essenzielle Vorträge aus: Vorstandsmitglied Felix Faißt wies anhand konkreter Beispiele auf die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Drehen eines Filmes hin. Unterhaltsam und dennoch höchst informativ ging er auch auf die zu wahrende Sicherheit beim Dreh ein. Anschließend erklärte Adrian Copitzky, ebenfalls Vorstandsmitglied, die korrekte Handhabung des Kamera- und Tonequipments.

Dienstag war großer Exkursions-Tag: An der Filmakademie Baden-Württemberg konnten die Teilnehmer einen ersten Eindruck von der professionellen Ausbildung in der Filmbranche gewinnen. Im Anschluss teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen auf und besuchten das Kunstmuseum Stuttgart sowie das Mercedes-Benz-Museum.

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Am Mittwoch begannen die lang erwarteten Dreharbeiten! In Eigenregie suchten die Gruppen ihre vorher recherchierten Drehorte auf und drehten ihre Szenen mit unermüdlichem Einsatz ab. Trotz einiger überstunden wurden alle Gruppen fertig und alle Herausforderungen konnten gemeistert werden.

Der Donnerstag drehte sich ganz um den Schnitt. Nach einer kurzen Einweisung in die Schnittsoftware gingen die Teams munter ans Werk. Es galt, das Rohmaterial zu sortieren, zu sichten und sich zu entscheiden, welche Bilder letztlich ihren Weg in die Filme finden sollten. Wer nicht mit dem Schnitt beschäftigt war, suchte nach passender gema- und lizenzfreier Musik.
Wie schon bei der Stoffentwicklung und beim Dreh standen wir den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite.

Am Freitag, dem vorletzten Projekttag, wurde die Region noch einmal erkundet. Zunächst ging es an den Bodensee nach Konstanz und im Anschluss in den Schwarzwald nach Triberg. Dann der langersehnte Augenblick: Die Filme „Geisterrache“, „Schweigende Wahrheit“, „The Perfect Life“ und „Vor(ur)teile“ feierten ihre Premieren und wurden von den Teilnehmern begeistert aufgenommen.

Der Abend klang in gemeinsamem Beisammensein aus und es zeigte sich, dass die polnischen und deutschen Teilnehmer nicht nur gemeinsam Filme gedreht hatten, sondern auch Freunde geworden sind.